Abwasser in Mehringen Kanal für 50 Haushalte

Abwasser in Mehringen Kanal für 50 Haushalte

An der Papiermühle soll in diesem Jahr die Arbeiten beginnen.
(BILD: pocklitz)
Abwasser Papiermühle
Die Papiermühle in Mehringen soll in diesem Jahr an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden. Weiterhin geplant ist auch der Anschluss der Haushalte in den Straßen Am Kloster und Wippersteg.



Die Mehringer Ortschaftsräte haben während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig die Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzept-Schmutzwasser der Stadt Aschersleben befürwortet. Ein sehr umfangreiches Konzept, in dem dargestellt wird, wie das im Gebiet anfallende Abwasser beseitigt wird. Und es sollte zudem für jedes einzelne Grundstück ersichtlich sein, wie diese künftig vorgesehen wird. „Wir sind verpflichtet, das in vorgeschriebenen Abständen zu machen“, erklärte Enrico Jorde, Leiter des Eigenbetriebes Abwasser (EBA) der Stadt Aschersleben.

Zentrale Abwasserentsorgung
In Mehringen soll zunächst die Papiermühle an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden. „Wenn die entsprechenden Fördermittel kommen, beginnen wir damit noch in diesem Jahr“, stellte Jorde in Aussicht. Das wären etwa 50 Einwohneranschlüsse. „Wenn wir das realisiert haben, hätten wir einen zentralen Anschlussgrad in Mehringen von rund 94 Prozent. Das entspricht dem Landesdurchschnitt“, so Jorde.

Weiterhin geplant ist auch der Anschluss der Haushalte in den Straßen Am Kloster und Wippersteg. Wann das ein wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest.

„Dezentrale Anlagen wird es auch weiterhin in Mehringen geben“, betonte der Leiter des EBA. Von der Lage her sei es unwirtschaftlich, sie an das zentrale Netz anzuschließen. Das betrifft zum Beispiel auf die Straßen Westerberg und Gipshütte oder die Bahnhofstraße zu.

Grundlage für Abgrenzung
Erfasst im Konzept sind alle zentralen und dezentralen Abwasseranlagen. Der tägliche Schmutzwasseranfall im Ortsteil beträgt etwa 131 Kubikmeter. Aufgrund des relativ geringen Anfalls war die Errichtung einer eigenständigen Abwasserbehandlungsanlage nicht vertretbar. Deshalb wird fast das gesamte Schmutzwasser dem Kanalnetz der Stadt Aschersleben zugeführt. Das erfolgt mittels einer Pumpstation, die das Schmutzwasser einschließlich das der Ortsteile Freckleben und Drohndorf über eine Druckleitung zur Kläranlage nach Aschersleben pumpt.

Neben der Darstellung der vorhandenen und geplanten Anlagen der öffentlichen Abwasserbeseitigung dient das Konzept auch als Grundlage für die Abgrenzung zwischen der öffentliche und privaten beziehungsweise dezentralen Abwasserbeseitigung. (mz)

Mitteldeusche Zeitung vom 25.02.2015 von Thorsten Köhler

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