Dreister Diebstahl nach Adventsmarkt

Dreister Diebstahl nach Adventsmarkt

Heimatverein in Mehringen

Kaum hatte der Heimatverein in Mehringen seinen beheizbaren Stehtisch auf dem Weihnachtsmarkt eingeweiht, da wurde er auch schon wieder gestohlen. Nun bitten die Mitglieder um Hinweise zu seinem Verbleib.


Die Erinnerung an einen insgesamt sehr schönen Weihnachtsmarkt am vergangenen Wochenende hat für die Mitglieder des Heimatvereins in Mehringen einen faden Beigeschmack erhalten. Grund ist der dreiste Diebstahl eines beheizbaren Stehtisches Marke Eigenbau. Erik Meier hatte diesen für den Verein hergestellt, und während der Veranstaltung hatte die raffinierte Neuerung für viel Bewunderung unter den Gästen gesorgt.

Vorteile gegenüber offener Feuerstelle

Erik Meier ist im Stahlbau tätig, beschlägt an zwei Tagen in der Woche die Pferde der Umgebung und hat daher eine besondere Beziehung zum Metall und natürlich zu seinem Ort. Als Schwiegersohn des Vereinsvorsitzenden Ulrich Fügener kommt er nicht umhin, im Verein mitzumischen. Und er macht das gerne, „alles, was ich baue, bekommt der Verein“, sagt er. So wie eben diesen Tisch, den er so ähnlich auf einer Messe gesehen hat. Das Teil, das mit Kohle oder Holz beheizt werden kann, war den ganzen Abend umlagert. Die Leute schätzten einen wesentlichen Vorteil gegenüber den offenen Feuerstellen: Kein Funkenflug kann die Kleidung der Feiernden ruinieren.

Keine Informationen über Umstand des Diebstahls

Über die Umstände des Diebstahls ist nichts bekannt. Der Tisch war am Abend noch zu heiß, um ihn unter Dach und Fach zu bringen. Deshalb hatten sich die Initiatoren entschlossen, ihn draußen stehen zu lassen. „Er stand aber so geschützt, dass er von der Straße aus eigentlich nicht zu sehen war“, sagt Erik Meier. Ob der Tisch jemandem so gefallen hat, dass er ihn sich unter den Nagel riss oder Schrottdiebe in dieser Nacht unterwegs waren, darüber lässt sich nur spekulieren. Auf jeden Fall sei um Mitternacht herum ein lauter Knall zu hören gewesen, schildert Erik Meier, dessen Wohnung etwa 60 Meter Luftlinie vom Ort des Geschehens - dem Platz vor der Kirche - entfernt liegt. Er könnte sich vorstellen, dass der Dieb das Stück in seine drei Einzelteile zerlegt hat. Denn der Tisch wiegt immerhin 90 bis 100 Kilo, ist im Ganzen also nur schwer zu transportieren.

Hinweise an die Redaktion

Die Mitglieder des rührigen Heimatvereins ärgern sich über den Verlust und vor allem über die Dreistigkeit, mit der der oder die Täter vorgegangen sind. Sie hoffen, das markante Stück doch noch irgendwo zu finden. Im Nachhinein bedauert Erik Meier, dass er kein Foto gemacht hat. Derweil hat er aber schon begonnen, einen neuen Tisch zu bauen - mit einigen Verbesserungen, wie der 42-Jährige sagt. So soll er leichter werden und eine Abstellfläche erhalten. Hinweise nimmt die Redaktion unter 03473/7990250 entgegen. (mz)

Mitteldeutsche Zeitung von Kerstin Beier, vom 11.12.2014

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