FSV als Favoritenschreck - Drohndorf/Mehringen kickt Favoriten aus dem Sparkassen-Cup
Ein Ball rauscht ins Netz. (Symbolfoto: DPA)
ASCHERSLEBEN/MZ. Der FSV Drohndorf / Mehringen hat das Kunststück fertiggebracht, dem Landesligisten vom Schönebecker SV mit einem sensationell anmutenden und kaum für möglich gehaltenen 3:2-Sieg das Aus im Wettbewerb um den Sparkassen-Cup zu bescheren.
Für den haushohen Favoriten aus Schönebeck dürfte alles andere als ein Sieg gegen den zwei Klassen tieferen Salzlandsiebenten FSV Drohndorf / Mehringen nicht zur Debatte gestanden haben. Dementsprechend selbstbewusst nahm er dann auch diese Partie in Angriff. Nicht unerwartet besaß er dann auch in der Anfangsviertelstunde die größeren Spielanteile. Aber zwingende Aktionen im Vorwärtsgang wurden in diesem Zeitraum von der FSV-Hintermannschaft um Torhüter Christian Groß nicht zugelassen. Stattdessen machten die Angreifer der Hausherren so langsam auf sich aufmerksam. Vor allem war es der wieselflinke und an diesem Tag sehr gut aufgelegte Markus May, der für Unruhe in der Schönebecker Hintermannschaft sorgte. So kam es, wie es kommen musste. Markus May entwischte seinem Gegenspieler. Seinen genauen Pass krönte Chris Tietzel mit der umjubelten 1:0-Führung (23.). Die Schönebecker machten nun zwar weiter Druck, aber die FSV-Abwehr um den erneut überragenden Torhüter Christian Groß ließ nichts anbrennen.
Nach dem Wechsel erwischte der FSV mit einer Riesenchance durch den eingewechselten Dominik Ernst (48.) den besseren Start. Was Dominik Ernst versagt blieb, schaffte Markus May mit dem Treffer zum 2:0 (56.). Nun wurde es mit zunehmender Spielzeit vor allem vonseiten der Schönebecker hektisch auf dem Spielfeld. Als dann Matthias Rohde (68.) und Daniel Tobisch (73.) sogar zum 2:2 ausgleichen konnten, schien das Spiel zugunsten der Schönebecker zu kippen. Sie versuchten nun mit allen erlaubten und auch unerlaubten Mitteln, die Drohndorf / Mehringer in die Knie zu zwingen. Die ließen sich trotz aller Hektik nicht beeindrucken und hielten die Partie mit einem unermüdlichen Kampfgeist offen. Die letzten spannungsgeladenen Spielminuten waren dann nichts für schwache Nerven. Der negative Höhepunkt war die Ampelkarte für den Schönebecker Daniel Tobisch. Als sich alles schon auf ein Entscheidungsschießen einstellte, war es erneut der überragende May, der in der Nachspielzeit den 3:2-Sieg für den FSV sicherstellte. "Ich bin sprachlos und stolz auf diese Mannschaft", so FSV-Co-Trainer Sebastian Otte.
Mitteldeutsche Zeitung VON HELMUT WITTE, 26.07.12