Gesunde Finanzen machen reges Vereinsleben möglich
MZ-Rose: Christa Zeppernick ist Hauptkassiererin ihrer Mehringer VS-Ortsgruppe
Christa Zeppernick war ebenso überrascht wie erfreut, als ihr die MZ-Rose überreicht wurde. (Foto: Marion Pocklitz)
Mehringen/MZ. Dass mit Vereinsgeldern Arbeitende vor roten Zahlen oft solchen Horror haben wie die meisten vorm roten Hahn, ist vorstellbar. Zu denen indes, die rote Zahlen nur vom Hörensagen kennen und mit dem ihnen anvertrauten Geld ebenso souverän wie verantwortungsbewusst umgehen, gehört die Hauptkassiererin der Volkssolidaritäts-Ortsgruppe e.V. im Ascherslebener Ortsteil Mehringen, Christa Zeppernick (71).
Die gelernte Fleischfachverkäuferin und spätere Verkaufsstellenleiterin war außer einer fünfjährigen Arbeit als Sekretärin in der Mehringer Grundschule 25 Jahre Buchhalterin in der LPG. Weil sie nun seit 1998 die Finanzen der Volkssolidarität im Wipperdorf vorbildlich verwaltet, wurde sie vom Ortschaftsrat Heinz Leineweber für die MZ-Rose vorgeschlagen. Nie stelle sie sich in den Vordergrund, sondern wirke mit Ruhe und Besonnenheit umso effektiver. Die verheiratete Mutter von zwei Töchtern und fünffache Oma gehört der Ortsgruppe seit 1966 an. Außer ihrem Ehrenamt als Schriftführerin seit 1990 hat sie seit zehn Jahren im elf Mitglieder zählenden Vorstand - dem Seniorenrat - mit den Finanzen zu tun. Die kommen durch Mitgliedsbeiträge, die jährliche Straßensammlung und kommunale Zuschüsse zusammen. Verwendet wird das Geld für Veranstaltungen wie Kaffeefahrten, für die Raumnutzung im Vereinshaus, für Geburtstags- und Jubiläumsgeschenke sowie Weihnachtsfeiern. Und natürlich muss dann immer noch was übrig bleiben.
"Der schönste Lohn für unsere Arbeit ist die Anerkennung durch unsere 258 Mitglieder", sagt Christa Zeppernick. Solcher Lohn wird dann auch ihr zuteil - ein Dankeschön auf der Straße für den Vereinsnachmittag, beim Bäcker für die Kaffeefahrt zur Laubfärbung oder beim Fleischer für den Lichtbildervortrag . Wissen doch alle um die Bedeutung eines finanziellen Polsters bei diesen Unternehmungen. Dabei weiß die durch Heirat aus Freckleben 1965 nach Mehringen gekommene gebürtige Dessauerin um die gute Arbeit ihres gesamten Seniorenrates. Deshalb sie auch meinte, sie freue sich natürlich sehr über die Rose, aber eigentlich gebühre die ja dem gesamten Vorstand.
Einer, der die Gemeinschaftlichkeit der Seniorinnen und Senioren in der Volkssolidarität als wichtigen Impuls für einen sinnerfüllten Lebensabend und willkommenen Beitrag zu wünschenswerten gesellig-kulturellen Aktivitäten im Ascherslebener Ortsteil sehr zu schätzen weiß, ist Mehringens Bürgermeister Albrecht Schneidewind. Weshalb er bei der Ehrung im Vereinshaus den hohen Stellenwert unterstrich, den die Arbeit Christa Zeppernicks hierfür hat.
Mitteldeutsche Zeitung von Peter Rosenhahn, 07.11.08