Langes Warten bis 2013

Langes Warten bis 2013

Adam Olearius Schule
Die Adam-Olearius-Schule bleibt erst einmal das Ausweichquartier. (FOTO: MZ)

MEHRINGEN/MZ. Die Mehringer Grundschüler werden wohl noch mindestens zwei Jahre in ihrem Ausweichquartier in der Adam-Olearius-Schule im Ascherslebener Bestehornpark unterrichtet. Das erklärte Oberbürgermeister Andreas Michelmann. Kommt es zu einem Ersatzneubau der stark sanierungsbedürftigen Schule in Mehringen, den das Stadtoberhaupt und auch Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn bevorzugen, "wäre das Jahr 2013 für einen Umzug realistisch".



Seit Anfang des zweiten Halbjahres musste die Schule wegen schwerer Winterschäden am Dach und an den Elektroanlagen geschlossen werden. Die 72 Kinder kamen zunächst in der Grundschule Pfeilergraben und dann im Bestehornpark unter. "Die Schule wurde nicht allein wegen der Vernässungen geschlossen, sondern vor allem auch, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Das Gebäude ist 40 Jahre alt und seitdem wurde auch nichts mehr an den Elektroanlagen gemacht", erklärte Heidrun Wagner, Leiterin des Ascherslebener Tiefbauamtes. Durch den Frost-Tau-Wechsel im vergangenen Winter, habe das Dach einen enormen Schaden genommen. Das Wasser konnte durch die gefrorenen Dachrinnen nicht mehr ablaufen.

Für die Zukunft der Grundschule, deren Existenz im Gebietsänderungsvertrag im Zuge der Eingemeindung Mehringens nach Aschersleben garantiert wurde, stehen derzeit noch vier mögliche Varianten zur Auswahl, die für zahlreiche Diskussionen in Mehringen selbst und auch in Aschersleben sorgen: Notsicherung, Teilsanierung, Komplettsanierung oder Neubau. Während nach den Worten von Ascherslebens Oberbürgermeister Andreas Michelmann eine Notsicherung oder eine Teilsanierung "keine dauerhaften Lösungen" versprechen, bleiben realistischerweise nur eine Komplettsanierung oder ein Neubau übrig. Aus Sicht des Stadtoberhauptes ist auch eine Komplettsanierung - aus finanzieller Sicht - utopisch: Mindestens eine Million Euro würde das die chronisch klamme Stadtkasse kosten. Zudem gebe es Probleme mit den Grundstückseigentümern. Trotzdem will Michelmann eine Lösung finden. "Ich bin für einen Neubau der Schule. Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn hat angekündigt, dass die Landesregierung ein entsprechendes Förderprogramm für Schulbauten noch in diesem Jahr auflegen wird. Das könnten wir nutzen."

Mitteldeutsche Zeitung VON LARS GEIPEL, 10.05.11

Zurück zur Übersicht