Ortschaftsrat Mehringen - Geduld wird auf eine harte Probe gestellt

Ortschaftsrat Mehringen - Geduld wird auf eine harte Probe gestellt

Kindergarten Villa KunterbuntScharfe Ecken sind eine Gefahr. (FOTO: MZ)

MEHRINGEN/MZ. Die Mehringer Kommunalpolitiker und auch die Elternvertreter von Grundschule und Kindertagesstätte kämpfen weiter für den Erhalt ihrer Einrichtungen. Diese Position vertraten sie am Dienstagabend auf der Ortschaftsratssitzung mehr als deutlich. So sagte Ralf Meyer, Vorsitzender des Elternbeirates der Grundschule und Mitglied des Kuratoriums der Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt": "Wir leben jetzt und heute und wollen uns auch als Eltern mit einbringen." Unterstützung fand er hier bei den zahlreich erschienenen Eltern, deren Geduld offensichtlich über das normale Maß hinaus strapaziert wird.


Grundlage für die angespannte Situation waren die Informationen von Steffen Schütze, Leiter des Amtes für Bildung und Sport bei der Ascherslebener Stadtverwaltung. Der konnte zur Grundschule nur so viel sagen, dass der Antrag auf Fördermittel aus dem Stark-III-Programm gestellt ist und die Stadt bis heute weder Zusage noch Absage erhalten habe. Mit der Bearbeitung sei begonnen worden und Schütze rechne mit einer Zusage nicht vor September oder Oktober.

"Wir legen die Hände dennoch nicht in den Schoß und haben uns auch schon Gedanken darüber gemacht, wie es weitergeht, wenn die Förderung abgelehnt wird. Die Stadt hat die Schule nicht fallen gelassen", macht Schütze die Position der Verwaltung deutlich.

Nichts Neues auch in Sachen Kindertagesstätte. Das Dach wurde Ende 2011 saniert und es ist dicht. "Wir wissen aber auch, dass wir dafür keinen Schönheitspreis gewinnen können, sorgen aber für trockene Räume", sagt der Amtsleiter. Es gebe noch einige bauliche Mängel vor allem im Außenbereich zu beseitigen, um die Sicherheit der Kinder nicht zu gefährden.

Ein Reizthema für die Eltern, denn die sorgen sich gerade darum, dass ihre Sprösslinge hier zu Schaden kommen könnten. Betonklötze mit scharfen Ecken und Kanten nennen hier die Elternvertreter als Grund für ihre berechtigte Sorge. Nur der Umsicht der Erzieherinnen sei es zu verdanken, dass hier noch nichts passiert ist, meint Marion Schiffner und fragt den Amtsleiter, ob denn erst was passieren müsse, bevor hier Abhilfe geschaffen werde. Schütze versprach, dass diese Gefahrenquelle bis zum Ferienende beseitigt sein werde. "Vertrauen sie mir", sagte er.

Die Einrahmung des bisher nicht so schönen Daches der Kita soll ebenfalls mit Fördermitteln erfolgen. Wann die allerdings zur Verfügung stehen, vermochte Schütze nicht zu sagen. Dann sollen aber auch die Fassade saniert und die Mensa umgebaut werden.

Ortsbürgermeister Albrecht Schneidewind fühlt sich langsam verschaukelt und vertröstet. "Wir haben noch Geld in der Rücklage und wir wären bereit gewesen, das einzusetzen", meint er. Holger Herrmann stellte daraufhin den Antrag, Anfang September eine Sitzung anzuberaumen, die sich einzig mit diesem Thema befasst.

Mitteldeutsche Zeitung VON ELFI SCHURTZMANN, 25.07.12

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