Schnuppern in den Schulalltag

Schnuppern in den Schulalltag

Künftige Erstklässler besuchen mit Eltern die Grundschule Mehringen und erleben ihre erste Schulstunde

Schnuppern in den Schulalltag





Die künftigen Erstklässler der Grundschule Mehringen haben ihre erste Schulstunde erhalten. FOTOS: FRANK GEHRMANN


MEHRINGEN/MZ. Laura freut sich auf die Schule. Jonas und Paul ebenfalls. Auch wenn sie jetzt noch fast ein Jahr warten müssen, bis sie eingeschult werden. Trotzdem durften die drei Kinder, genau wie noch 27 weitere Mädchen und Jungen, schon mal in den Schulalltag der Grundschule Mehringen hineinschnuppern. Diese hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen, der unter dem Motto "Nicht jeder kann alles, aber jeder kann etwas" stand.


Von den Eltern begleitet, kamen die künftigen Abc-Schützen aufgeregt in das Schulgebäude, um ihre allererste Schulstunde zu absolvieren. "Seit einigen Jahren laden wir unsere künftigen Schüler schon lange vor ihrer Einschulung zu uns ein. Trotzdem haben wir dieses Mal Neuland betreten und die Eltern und Kinder am Vormittag eingeladen. Das hat den Hintergrund, dass die Eltern sehen können, mit welchen Unterrichtsmethoden wir arbeiten", erklärt Schulleiterin Silvia Wollmann. So standen die Türen der Klassenräume offen und die Eltern konnten jederzeit einen Blick in den Unterricht hineinwerfen.

Genau im Blick hatten sie aber auch ihre Sprösslinge. Die durften in der ersten Stunde malen, schneiden, kleben, kleine Aufgaben lösen und ein Arbeitsheft ausfüllen. "Diese Hefte bleiben bei uns an der Schule. Getestet wurden hier Farb- und Mengenkenntnisse und die Motorik. Zum Beispiel die Handhabung von Stiften. Die Hefte werden dann ausgewertet", erklärt sie weiter. So können die Mädchen und Jungen optimal auf die Schule vorbereitet werden. Denn hier werde genau erkannt, wo noch Förderbedarf bei den einzelnen Kindern besteht.

"Wir legen viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Kindergarten. Es gibt einige gemeinsame Veranstaltungen. Aber auch zu musikalischen und künstlerischen Projekten laden wir den Kindergarten ein. Und ebenso werden sie bei der Auswertung der Hefte dabei sein," sagt sie. Vier weitere Besuche der künftigen Erstklässler sind noch in der Schule geplant, um den Schulstart so leicht wie möglich zu machen.

"Ich finde das Projekt gut. Es ist interessant, einmal den Kindern beim Lernen zusehen zu können. Ihnen wird gezeigt, wie die Schule von innen und der Alltag hier aussieht", findet Jeannine Blank, die mit ihrem Sohn Maximilian in die Grundschule gekommen ist. "Er war sehr aufgeregt", verrät sie noch. Doch davon ist nichts mehr zu spüren. Der kleine Junge absolviert schnell seine Übungen und meint: "Es hat schon mal Spaß gemacht. Aber manchmal war es auch langweilig."

Auch die anderen Eltern zeigen sich von der Schulstunde begeistert. "Man geht auf die Kinder ein. Schön ist auch, dass wir dabei zusehen dürfen. In dieser Schule sind wir so herzlich empfangen worden, da hat man ein gutes Gefühl. Ein Vorteil dieser Schule ist auch, dass die Schülerzahl in der Klasse nicht so hoch ist", findet die Mutti von Tom.

Abschließend gibt es für die Eltern noch einen Kaffee und für ihre Sprösslinge ein gesundes Frühstück, das die Mädchen und Jungen der heutigen ersten und zweiten Klasse im Rahmen ihres Projekttages "Gesunde Ernährung" vorbereitet haben.

Mitteldeutsche Zeitung VON MARION POCKLITZ, 25.10.09

Zurück zur Übersicht